Michael Epping
Praktikant/IP
Für mich ist es das erste Mal, dass ich eine Großkanzlei von innen sehe. Im Vergleich zur Uni ist das natürlich eine ganz andere Welt, die einem zudem von außen doch recht überzeichnet dargestellt wird. Das gängige Vorurteil: In einer Großkanzlei wird zwar viel Geld verdient, aber dafür muss man quasi rund um die Uhr arbeiten und hat kaum ein Privatleben. Ich bin deshalb wirklich positiv überrascht. In dem Team, in dem ich arbeite, herrscht unter den Kollegen eine super Atmosphäre und ich fühle mich wirklich gut aufgenommen.
Dazu gehört auch, dass jeder Praktikant einen Anwalt als Mentor und damit einen persönlichen Ansprechpartner hat, der ihm alle Abläufe und Zusammenhänge erklärt. Das war mir gerade in den ersten Tagen eine große Hilfe. Auch in Sachen Arbeitszeiten kann ich mich nicht beschweren. Obwohl die Kollegen in meinem Team sehr hart und auch viel arbeiten, habe ich nicht das Gefühl, neben Anwälten ohne Privatleben zu sitzen. Meine Aufgaben bekomme ich meist von meinem Mentor: Wenn ein Mandant beispielsweise eine Frage zur zulässigen Gestaltung einer Verpackung hat, recherchiere ich die Sachlage und gebe eine Einschätzung. Ich bekomme also einen sehr guten und praxisnahen Einblick in das anwaltliche Berufsleben.
Ein weiterer wichtiger Teil des Praktikums sind die sogenannten Breakfast Lectures. Das sind morgendliche Treffen aller Praktikanten, bei denen Partner kurze Einführungen in die wichtigsten Bereiche und Abläufe der Sozietät geben. Dadurch erhält man einen guten Gesamtüberblick. Zudem können wir die Anwälte persönlich kennenlernen und uns untereinander austauschen. Wenn man Glück hat und das Praktikum zeitlich gut liegt, kann man sogar noch an einigen Veranstaltungen des Referendarprogramms „Colleagues of Tomorrow“ teilnehmen. Für die Zukunft kann ich mir sehr gut vorstellen, in einer Großkanzlei und insbesondere bei Linklaters zu arbeiten. Um selbst herauszufinden, ob man dafür der Typ ist oder nicht, sollte man das Umfeld vorab am besten bereits ausprobiert haben – warum nicht bei einem Praktikum?


